de | en | fr | es | hu | cz | pl
Unterstrich der Überschrift
Jubiläum-25 Jahre Luna-Yoga- Die Rede der Schirmfrau
lunayogabaum: Link zur Startseite
zur luna-yoga.com-Startseite
LunaYoga: Energiekörper

 

 

Schirmfrau-Rede von Adelheids Schwester Brigitte

Willkommen, illustre Festversammlung,
liebe Schwester Adelheid,
sehr verehrte Kinder, Herren und Damen -

25 Jahre Luna Yoga
15 Jahre Luna Yoga Ausbildung
10 Jahre Luna Yoga Netz
1 Jahr Luna Yoga Netz Verein

da wird es Zeit für ein Goethe-Zitat:
„und jedermann erwartet sich ein Fest“

Die Einladungen sind gemalt, gelesen und angenommen, das Schiff hat abgelegt, das Humboldt-Haus ist gerüstet - und jede Frau erwartet sich das Fest.
Gewiss haben alle, die das aufwändige Unternehmen mit konzipiert und vorbereitet haben, hin und wieder in froher Erwartung mit Nana Mouskouri gesummt:

„Ein Schiff wird kommen . . . . “ . Vielleicht aber haben manche in den letzten Wochen, in denen die Mails durch den Äther jagten, auch mal herzhaft geseufzt:

„Einmal muss das Fest ja kommen.“
Und wie's der Zufall will: Dieser Seufzer hat sogar ein Echo in der hohen Literatur gefunden. Denn kürzlich beim Literarischen Colloquium Berlin stellte Frauke Meyer-Gosau ihr Buch über Ingeborg Bachmann vor, und das trägt genau diesen Titel: „Einmal muss das Fest ja kommen.“

Nun, es ist da! Und es ist das Fest, von dem Adelheid schon lange träumte, das Fest, das sie schon 2005, als wir ihren 60. und zugleich runde Geburtstage mehrerer Verwandter im Schwarzwald feierten, konkret auf dem und am Bodensee ansiedelte, das Fest, von dem wir uns Geselligkeit, Gespräche, Freude an- und miteinander erhoffen.

Dabei wollen wir nicht unbedingt an Goethes Faust, an großes Theater erinnert werden.
Gleichwohl aber möchten wir doch in dieser bunten Gesellschaft „eine Rolle spielen“ in dem Sinn, dass wir wichtig sind für andere Gäste. Das Fest gibt uns die Chance, miteinander vertraut zu werden, das Gewesene zu beleuchten, die eigene - natürlich unfehlbare - Perspektive beiseite zu rücken und die Welt, das Leben aus der Perspektive des Gegenüber zu betrachten - egal, woher wir kommen, ob wir Mann oder Frau, jung oder alt sind - Lernziel Nr.1, so denke ich, für alle Menschen auf dem Erdenrund.

Dieses Ziel zu erreichen, hat Adelheid uns, ihrer Familie, und sicher auch Ihnen ihr Leben lang Gelegenheit gegeben: Durch ihren Wagemut, ihre Eigenständigkeit, durch ihr Nomadentum in räumlicher wie lebensgestaltender Hinsicht, durch ihre geistige und körperliche Beweglichkeit und ihre Lust, die Dinge und auch sich selbst hin und wieder auf den Kopf zu stellen. Da sieht die Welt ganz anders aus - so wie Baselitz sie malt oder wie Christian Morgenstern schon 1910 erkannt hat:
„Bilder, die man aufhängt umgekehrt
mit dem Kopf nach unten, Fuß nach oben
ändern oft verwunderlich den Wert,
weil ins Reich der Phantasie erhoben.“

Ja, verehrte Herren und Damen, das Reich der Phantasie, das wir insgeheim suchen, die blaue Blume, die nur der Wandervogel findet - nutzen wir auch das heutige Fest, um in dieser erstrebenswerten Richtung weiter zu kommen.

„Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.“

Entraffen wir uns (mit Hermann Hesse) und lassen das festliche und erfreuliche Ereignis heute zu einer leuchtenden Blüte in Adelheids Lebensteppich werden

Tun wir unser Teil dazu!

Ich für meinen Teil grüße Sie alle von Herzen, insbesondere die anwesenden
Minderheiten, die wir besonders pfleglich beachten wollen: die mutigen Herren und die sehr verehrten Kinder. Und voll Zuneigung, Wohlwollen und Respekt für meine Schwester und ihre Lebensleistung, aber auch für Sie alle, spanne ich nun symbolisch den Schirm der Schirmfrau auf mit dem innigen Wunsch, der Himmel möge Sie immerfort beschützen und beschirmen. Sie sehen darauf das Panorama der Stadt Bingen, wo Joachim und ich seit
40 Jahren sehr sesshaft leben und wo Du, liebe Adel, so lange wir sind, immer eine Heimstatt finden wirst.

Brigitte Giesbert

« zurück zur Festübersicht »

Link: nach oben